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Rocketthespitz

Edinburgh mit Hund – eine Stadt, in der Hunde einfach dazugehören

Autorenbild: Melanie Uhles
Melanie Uhles
vor 6 Tagen
6 Min. Lesezeit

Schottland mit Hund erleben: hundefreundliche Orte, besondere Geschichten und Ausflüge in die Highlands.

Es gibt Orte, die besucht man. Und es gibt Orte, bei denen man schon nach kurzer Zeit das Gefühl hat, ein kleines Stück von sich selbst dortzulassen. Edinburgh gehört für mich zu den letzteren.

Die schottische Hauptstadt hat eine ganz besondere Atmosphäre. Die alten Steinhäuser, die verwinkelten Gassen, die historischen Friedhöfe, das wechselhafte Wetter und diese Landschaft, die einen immer wieder innehalten lässt. Doch was Edinburgh für mich als Hundemensch besonders macht, ist nicht allein seine Schönheit. Es ist auch die Selbstverständlichkeit, mit der Hunde an vielen Orten willkommen sind.


Hunde sind hier oft ganz selbstverständlich dabei

Was mir in Edinburgh immer wieder auffällt: Man muss nicht ständig das Gefühl haben, mit

Hinweis in Edinburgh, dass Hunde willkommen sind.

Hund fehl am Platz zu sein. An vielen Orten gibt es gut sichtbare Hinweise, ob Hunde willkommen sind. Das macht die Planung leichter und vermittelt einem das schöne Gefühl, dass der Hund als Begleiter mitgedacht wird.

Besonders aufmerksam finde ich die Wassernäpfe vor Geschäften, Cafés und anderen Einrichtungen. Häufig stehen sie mit frischem Wasser bereit, sodass durstige Vierbeiner eine kleine Pause einlegen können. Natürlich ist das nicht überall

so, aber genau diese kleinen Gesten bleiben mir in Erinnerung.

Es sind keine großen Dinge. Es ist die Haltung dahinter: Auch ein Hund hat Durst, braucht Pausen und gehört für viele Menschen ganz selbstverständlich zur Familie.

Gerade auf einer Städtereise, bei der man viel zu Fuß unterwegs ist, machen solche Kleinigkeiten einen großen Unterschied. Man kann gemeinsam durch die Straßen schlendern, zwischendurch anhalten und die Stadt entdecken, ohne den Hund ständig als Hindernis in der eigenen Planung zu empfinden.

Natürlich lohnt es sich trotzdem, vor einem Besuch auf die jeweiligen Regeln zu achten. Nicht jedes Café, jedes Geschäft oder jede Sehenswürdigkeit erlaubt Hunde. Aber mit etwas Aufmerksamkeit findet man viele schöne Möglichkeiten, Edinburgh gemeinsam zu erleben.


Bobby

Greyfriars Kirkyard – ein Friedhof mit einer ganz besonderen Geschichte

Wer Edinburgh besucht, kommt an einer der bekanntesten Hundegeschichten Schottlands kaum vorbei: Greyfriars Bobby.

Der kleine Hund soll nach dem Tod seines Besitzers John Gray jahrelang an dessen Grab ausgeharrt haben. Bobby wurde zu einer Legende der Stadt. Seine Geschichte steht bis heute für Treue und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Hund.

Am Eingang des historischen Greyfriars Kirkyard erinnert eine bekannte Bronzestatue an ihn. Auch sein Grab befindet sich in der Nähe des Friedhofs.

Was ich an solchen Orten besonders finde, ist der Umgang mit Geschichte. Hier geht es nicht nur um Könige, Schlachten und berühmte

Schilder am Friedhof, dass Hunde an der Leine zu führen sind.

Persönlichkeiten. Auch die Geschichte eines kleinen Hundes hat ihren festen Platz im Gedächtnis der Stadt.

Und es berührt mich, dass Hunde auf den städtischen Friedhöfen Edinburghs unter bestimmten Regeln willkommen sind. Sie müssen an der Leine geführt werden, und selbstverständlich sollte man die Ruhe des Ortes respektieren. Gerade an solchen Plätzen finde ich es schön, dass man Geschichte gemeinsam mit seinem Hund entdecken kann.

Ein Friedhof ist kein gewöhnlicher Spazierweg. Er ist ein Ort der Erinnerung und der Ruhe. Umso wichtiger ist es, Rücksicht auf andere Besucher zu nehmen und die Gräber und Gedenkstätten zu achten.


Wenn Hunde Teil der Geschichte bleiben

Eine weitere Besonderheit findet man auf dem Gelände von Edinburgh Castle: den kleinen Hundegräberbereich, der als Dog Cemetery bekannt ist.

Dort wurden Hunde beigesetzt, die Soldaten als Regimentsmaskottchen oder persönliche Begleiter dienten. Einige waren mit ihren Regimentern in verschiedenen Teilen der Welt unterwegs. Der kleine Friedhof erinnert daran, dass Hunde ihre Menschen über Jahrhunderte begleitet haben – manchmal sogar unter schwierigen Bedingungen und in Kriegszeiten.

Mitten in dieser geschichtsträchtigen Umgebung erzählt dieser Ort eine sehr persönliche Geschichte. Es geht um Verbundenheit, Verlust und die Bedeutung, die ein Hund für einen Menschen haben kann.

Für mich sind solche Orte oft eindrucksvoller als große Sehenswürdigkeiten. Sie zeigen eine Seite eines Landes, die man nicht unbedingt in jedem Reiseführer findet.


Wichtig für den Besuch mit Hund: Das Hundegräberfeld liegt innerhalb von Edinburgh Castle. Besucherhunde dürfen das Schlossgelände allerdings nicht betreten; ausgenommen sind zugelassene Assistenzhunde. Du kannst den Ort daher nicht einfach gemeinsam mit deinem Hund besichtigen. Es lohnt sich, das bei der Planung zu berücksichtigen.


Edinburgh ist schön – die Highlands sind überwältigend

Und dann gibt es noch die Landschaft, wegen der ich Schottland so sehr liebe.

Die Highlands sind für mich ein ganz besonderes Ausflugsziel mit Hund. Weite Landschaften, Berge, Seen, raue Küsten und Straßen, auf denen man am liebsten immer wieder anhalten möchte, weil hinter der nächsten Kurve schon der nächste beeindruckende Ausblick wartet.

Mit Hund bekommt so ein Ausflug noch einmal eine andere Bedeutung. Es geht nicht nur darum, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Es geht darum, gemeinsam unterwegs zu sein, neue Wege zu entdecken und Zeit draußen zu verbringen.

Gerade für Hunde, die gerne schnüffeln und ihre Umgebung in Ruhe erkunden, können die Highlands wunderbar sein. Man findet viele Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen, bei denen nicht die Anzahl der zurückgelegten Kilometer zählt, sondern die gemeinsame Zeit.

Natürlich sollte man die Tour an den eigenen Hund anpassen. Nicht jeder Weg ist für jeden Vierbeiner geeignet. Das Wetter kann schnell umschlagen, manche Wege sind steil oder steinig, und in abgelegenen Gegenden können die Entfernungen zur nächsten Versorgung groß sein. Auch Weidetiere und Wildtiere sollte man im Blick behalten. Je nach Gebiet und Situation ist es wichtig, den Hund anzuleinen und die örtlichen Regeln zu beachten.

Mein Tipp: Lieber eine kleinere Wanderung mit genügend Pausen planen, als den Tag mit einem überfüllten Programm vollzustopfen. Schottland läuft nicht weg.

Und manchmal ist es gerade dieser eine Moment, in dem man einfach stehen bleibt, die Landschaft betrachtet und tief durchatmet, der eine Reise unvergesslich macht.

Mit Hund nach Schottland – was du vor der Reise wissen solltest

So schön Schottland mit Hund ist: Die Einreise sollte gut vorbereitet sein. Großbritannien hat eigene Bestimmungen für die Einreise mit Haustieren, und es reicht nicht, einfach den gewohnten Heimtierausweis einzupacken.


Die wichtigsten Voraussetzungen

1. Mikrochip

Dein Hund muss mit einem geeigneten Mikrochip gekennzeichnet sein. Der Chip muss vor der Tollwutimpfung eingesetzt worden sein, damit die Impfung für die Einreise anerkannt werden kann.

2. Gültige Tollwutimpfung

Dein Hund benötigt eine gültige Tollwutimpfung. Nach einer Erstimpfung müssen grundsätzlich mindestens 21 volle Tage vergangen sein, bevor die Reise möglich ist. Bei Auffrischungsimpfungen kommt es darauf an, ob die vorherige Impfung noch gültig war.

3. Die richtigen Reisedokumente

Du brauchst die für deine Herkunft und Reiseroute vorgeschriebenen Dokumente. Bei einer Reise aus Deutschland ist in der Regel ein gültiger EU-Heimtierausweis erforderlich. Prüfe vorab, ob alle Angaben korrekt und vollständig sind.

4. Die vorgeschriebene Bandwurmbehandlung

Dieser Punkt ist besonders wichtig und sollte bei der Reiseplanung nicht vergessen werden.

Hunde müssen vor der Einreise nach Großbritannien grundsätzlich tierärztlich gegen den Fuchsbandwurm behandelt werden. Die Behandlung muss mindestens 24 Stunden und höchstens 120 Stunden (fünf Tage) vor der Einreiseerfolgen.

Die Behandlung muss von einem Tierarzt durchgeführt und im Heimtierausweis oder einem anderen zugelassenen Reisedokument dokumentiert werden. Achte darauf, dass das Präparat, der Hersteller, das Datum und die genaue Uhrzeit der Behandlung sowie Stempel und Unterschrift des Tierarztes eingetragen sind.

Eine gewöhnliche Entwurmung irgendwann vor dem Urlaub reicht dafür nicht aus. Entscheidend sind das geeignete Präparat, die korrekte Dokumentation und das vorgeschriebene Zeitfenster.

Plane den Tierarzttermin deshalb passend zu deiner tatsächlichen Ankunftszeit in Großbritannien. Bei einer verspäteten Ankunft kann eine erneute Behandlung notwendig werden.


Ist die Einreise nur mit dem Schiff möglich?

Nein, die Einreise mit Hund ist nicht ausschließlich per Schiff möglich.

Du kannst beispielsweise mit dem Auto und einer geeigneten Fährverbindung nach Großbritannien reisen. Auch der Eurotunnel zwischen Frankreich und England ist eine Alternative. Entscheidend ist, dass du eine für die Einreise mit Haustieren zugelassene Route und ein entsprechendes Transportunternehmen nutzt.

Bei gewöhnlichen Passagierflügen können Haustiere nicht einfach wie bei einem normalen innereuropäischen Flug in der Kabine mitreisen. Für die Einreise nach Großbritannien gelten besondere Transportvorgaben; bei Flügen müssen Haustiere grundsätzlich als Fracht transportiert werden. Für viele Menschen, die mit ihrem Hund reisen, sind Fähre oder Eurotunnel deshalb die praktischeren Möglichkeiten.

Informiere dich vor der Buchung auch über die Regeln des jeweiligen Anbieters. Je nach Verbindung können unterschiedliche Vorgaben für die Unterbringung des Hundes während der Überfahrt gelten.


Mein Tipp: Prüfe die aktuellen Bestimmungen vor jeder Reise auf der offiziellen Seite der britischen Regierung:

Dort findest du die aktuellen Anforderungen an Mikrochip, Tollwutimpfung, Reisedokumente, Bandwurmbehandlung und zugelassene Transportrouten.

 
 
 

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