Gesundheitliche Risiken am Strand – unsere Erfahrungen & Tipps für einen sicheren Strandtag mit Hund
- Melanie Uhles
- 15. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Wir lieben Strandtage. Für Rocket gibt es kaum etwas Schöneres, als durch den Sand zu flitzen, zu buddeln und am Wasser entlangzurennen. Gerade im Urlaub verbringen wir oft viele Stunden am Meer. Aber genau dort gibt es auch einige gesundheitliche Risiken für Hunde, die viele unterschätzen.
Deshalb möchten wir heute unsere Erfahrungen mit euch teilen und darüber sprechen, worauf wir am Strand besonders achten.

Wenn Hunde zu viel Sand fressen
Viele Hunde nehmen beim Spielen unbewusst Sand auf. Besonders beim Buddeln oder wenn ständig sandiges Spielzeug ins Maul genommen wird, landet schnell mehr Sand im Magen als man denkt. Kleine Mengen sind meistens kein Problem, größere Mengen können jedoch den Magen-Darm-Trakt reizen und im schlimmsten Fall sogar zu einem Darmverschluss führen.
Wir achten deshalb mittlerweile darauf, Rockets Spielzeug zwischendurch mit Wasser abzuspülen und nutzen am Strand lieber Frisbee oder Wasserspielzeug, an dem weniger Sand kleben bleibt. Außerdem versuchen wir, exzessives Buddeln etwas zu begrenzen – auch wenn das manchmal leichter gesagt als getan ist.
Nach einem langen Strandtag beobachten wir Rocket immer etwas genauer. Symptome wie Erbrechen, ein harter Bauch, Verstopfung oder Appetitlosigkeit sollte man ernst nehmen und lieber einmal zu viel als zu wenig tierärztlich abklären lassen.
Meerwasser trinken wird oft unterschätzt
Viele Hunde trinken beim Schwimmen oder Spielen Meerwasser – manchmal absichtlich, manchmal ganz nebenbei. Das Problem ist der hohe Salzgehalt. Zu viel Salzwasser kann dem Körper Flüssigkeit entziehen und schnell zu Beschwerden führen.
Deshalb haben wir am Strand immer frisches Trinkwasser dabei und bieten Rocket regelmäßig kleine Trinkpausen an, auch wenn er eigentlich viel lieber weiterspielen würde. Gerade aktive Hunde merken oft gar nicht, wie durstig sie eigentlich sind und nehmen beim Toben immer wieder Meerwasser auf.
Wenn Hunde zu viel Salzwasser trinken, kann es zu Durchfall, Erbrechen, starkem Durst oder Unruhe kommen. In größeren Mengen kann Meerwasser sogar gefährlich werden. Deshalb achten wir besonders darauf, dass Rocket nicht dauerhaft aus den Wellen trinkt.
Die Wasserrute – schmerzhaft und vielen unbekannt
Vor unserem ersten Urlaub kannten wir das Thema Wasserrute ehrlich gesagt selbst nicht. Dabei kommt sie bei wasserbegeisterten Hunden gar nicht so selten vor.
Nach langem Schwimmen oder kaltem Wasser kann die Muskulatur an der Rute überlastet werden. Die Rute hängt dann plötzlich schlaff herunter und der Hund hat Schmerzen – oft merkt man das schon beim Sitzen oder Aufstehen.
Seitdem achten wir darauf, dass Rocket nach längeren Schwimmeinheiten ausreichend Pausen bekommt und nicht auskühlt. Besonders bei Wind trocknen wir ihn gut ab und lassen ihn nicht stundenlang nass herumlaufen. Falls ein Hund plötzlich die Rute hängen lässt oder Schmerzen zeigt, sollte man ihn schonen und gegebenenfalls tierärztlich untersuchen lassen.
Weitere Dinge, auf die wir am Strand achten
Neben Sand, Meerwasser und Wasserrute gibt es noch einige andere Dinge, die wir immer im Blick haben. Im Sommer kann Sand extrem heiß werden und empfindliche Pfoten schnell verbrennen. Außerdem schauen wir vorher immer nach möglichen Warnungen zu Blaualgen, da diese für Hunde gefährlich sein können.
Auch Muscheln, scharfe Steine oder Scherben sind leider keine Seltenheit. Deshalb kontrollieren wir Rockets Pfoten nach jedem Strandtag gründlich. Nach dem Schwimmen duschen wir ihn außerdem mit klarem Wasser ab, damit Salz und Sand nicht Haut und Fell reizen.
Unser Fazit
Strandtage mit Hund sind einfach wunderschön und gehören für uns zu den schönsten gemeinsamen Erlebnissen. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit lassen sich viele Risiken aber gut vermeiden.
Seit wir besser darauf achten, wie viel Sand oder Meerwasser Rocket aufnimmt und ihm ausreichend Ruhepausen gönnen, sind unsere Strandtage deutlich entspannter geworden. Und Rocket kann weiterhin genau das tun, was er am meisten liebt: Abenteuer am Meer erleben.




Kommentare